Kunststoffgebundene Neodym-Eisen-Bor-Magnete werden aus Neodym (Nd), Eisen (Fe) und Bor (B) in Pulverform und Kunststoffharz oder einem anderen Bindemittel hergestellt.

Übersicht der Eigenschaften verschiedener kunststoffgebundener NdFeB-Magnete:

Herstellung

Zur Herstellung von Magneten aus kunststoffgebundenem NdFeB werden die Grundstoffe zusammen mit dem Bindemittel vermischt und durch Formpressen (mit Epoxid als Bindemittel) oder ein Spritzgießverfahren (mit Nylon als Bindemittel) und anschließendem sehr schnellen Abkühlen („Abschrecken") in die gewünschte Form gebracht.

Das Spritzgießverfahren wir vor allem dann angewendet, wenn es um die Herstellung komplexer Formen oder sehr dünnwandiger Bauteile geht. Das Pressverfahren auf der anderen Seite lässt zwar nur einfach Formen zu, die Magnete, die mit diesem Verfahren hergestellt werden, haben allerdings auch eine relativ höhere Dichte und damit eine größere Magnetkraft.

Gebundenes NdFeB hat, im Vergleich zu gesintertem NdFeB, ein geringeres maximales Energieprodukt, allerdings kann es zu sehr komplexen Formen mit einem hohen Präzisionsgrad geformt werden.

Die Oberfläche der Magnete benötigt im Normalfall keine Nachbearbeitung, wird jedoch zum Schutz vor Umwelteinflüssen mit Epoxid bearbeitet oder vernickelt.

Veekim bietet sowohl gepresste, als auch durch Spritzgießverfahren hergestellte Magnete an.

Pressverfahren

Das NdFeB Pulver wird zusammen mit dem Epoxid durch Pressen in die gewünschte Form gebracht. Durch den hohen NdFeB-Anteil, hat der neue Magnet eine große Remanenz (Br) (zwischen ~ 300 und 830 mT). Durch die anschließende Galvanisierung wird der Magnet widerstandsfähiger und bekommt außerdem eine glatte, ebenmäßige Oberfläche.

Herstellungsprozess von kunststoffgebundenen NdFeB-Magneten durch das Pressverfahren:

Spritzgießverfahren

Dieses Verfahren wird vor allem angewendet, wenn es sich um ein großes Produktionsvolumen handelt. Durch den relativ geringeren Anteil an NdFeB Pulver in der Legierung, entstehen Magneten mit einer Remanenz (Br) von etwa 200-600 mT. Mit diesem Verfahren ist die Herstellung fast jeder Magnetform möglich und auch für Umspritzungen ist es ideal.

Durch Umspritzungen kann das kunststoffgebundene NdFeB-Material, auch zusammen mit Plastikbestandteilen, direkt mit anderen Bauteilen verbunden werden, um so komplette Baugruppen herzustellen. Die Magnete werden so mit Achsen, Wellen, Buchsen, und anderen Bauteilen zusammengefügt. Damit stellt kunststoffgebundenes NdFeB z.B. eine Alternative zu Ferritteilen in bürstenlosen Motoren dar.

Veekim kann komplette, auf Ihre individuellen Anforderungen abgestimmte Baugruppen liefern, da auch Bauteile wie Achsen, Wellen etc. in unseren vollautomatischen Produktionsstätten in Japan, China und Thailand gefertigt werden. Dadurch können wir qualitativ hochwertige Lösungen preisgünstig anbieten.

Mehrkomponenten-Spritzgießen

Durch die Mehrkomponenten-Spritzgießtechnologie ist es möglich Materialien mit verschiedenen Eigenschaften in einem einzigen Spritzgießverfahren zu verbinden.

Die Vorteile dieses Verfahrens sind:

  • Ein hoher Präzisionsgrad, da alle Teile in einem einzigen Schritt angepasst und verbunden werden
  • Kombination von verschiedenen Funktionalitäten in einem Bauteil
  • Eine unbegrenzte Anzahl an Formen ist möglich u.a. Miniaturisierung
  • Starke Bindung der einzelnen Bauteile durch Zusammenschmelzen
  • Weniger Produktions- und Bearbeitungsschritte benötigt, Kosten werden minimiert
  • Fertigung komplexer Baugruppen zu geringen Kosten ist möglich

Der Herstellungsprozess von kunststoffgebundenen NdFeB-Magneten durch das Spritzgießverfahren ist im Folgenden noch einmal dargestellt:

Anwendungsgebiete

Gepresst: Sensoren, Mikromotoren, hochpräzise Motoren

Gespritzt: schnell drehende Anwendungen, Generatoren, Kupplungen