Ferritmagneten, auch keramische Magnete genannt, werden aus Strontiumkarbonat (SrCO3) und Eisenoxid gefertigt.

Durch ihre gute thermische Stabilität, können Ferritmagnete bei einer Umgebungstemperatur von bis zu 200° Celsius eingesetzt werden.

Eine detaillierte Auflistung der magnetischen Eigenschaften verschiedener Hartferrite nach internationalen Standards finden Sie hier:

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Der Herstellungsprozess von Hartferriten ist im Folgenden dargestellt:

Während des Produktionsprozesses werden die Rohmaterialien im richtigen Verhältnis zusammengemischt, granuliert und kalziniert (vorgesintert) um nach einigen Zwischenschritten als Hexaferrit (BaFe12O19 oder SrFe12019) weiterverarbeitet zu werden. Dieses wird zermahlen und das Pulver in nassem oder trockenem Zustand in Form gepresst, entweder in Gegenwart eines Magnetfeldes (anisotrop) oder ohne ein solches (isotrop). Danach wird die Magnetmasse durch ein Spritzgießverfahren in Form gebracht. Dieses erfordert zwar relativ teures Werkzeug, ermöglicht aber die Herstellung von komplexen Formen mit spezifischen Eigenschaften.

Hartferrite in ihrer Eigenschaft als keramische Werkstoffe sind hart und spröde und können ausschließlich mit Diamantwerkzeugen bearbeitet werden. Ihre ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit macht eine zusätzliche Oberflächenbeschichtung überflüssig.

Anwendungsgebiete

Aufgrund ihrer relativ hohen Entmagnetisierungsresistenz und den geringen Herstellungskosten, werden Ferritmagnete hauptsächlich in Motoren, Lautsprechern und Spielzeugen eingesetzt.